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    Torwand-Wettbewerb: Tischler küren die schrillsten Entwürfe

    Siegerehrung beim großen Torwand-Wettbewerb: Fachverband Tischler NRW zeichnet die kreativsten Ideen im Rahmen des DFB-Pokalfinales der Frauen am 19. Mai 2013 in Köln aus

    Rechteckig, oben links ein Loch, unten rechts ein Loch – so kennt man eine ganz normale Torwand. Doch damit ist jetzt Schluss: Der Fachverband Tischler NRW hat zusammen mit den Fußballverbänden des Landes die Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, schrille und kreative Ideen für eine Torwand der besonderen Art zu entwickeln. Die ungewöhnlichsten Entwürfe wurden im Rahmen des DFB-Pokalfinales der Frauen am 19. Mai 2013 in Köln belohnt. Die drei besten Entwürfe wurden zudem bereits in einer Tischlerwerkstatt umgesetzt.

    Vereine, Schulklassen und einzelne Jugendliche aus ganz NRW beteiligten sich an dem Wettbewerb. Neben einzelnen Preisverleihungen in den Tischlerinnungen vor Ort zeichnete der Fachverband Tischler NRW die drei Hauptgewinner während des Fan-Festes zum Pokalfinale vor dem Rhein-Energie-Stadion in Köln aus. Der erste und der zweite Sieger erhielten ihre gestaltete Torwand sowie einen Turnierkicker. Die Drittplatzierten durften sich über eine Torwand in ihrem Design freuen.

    Platz 1: Drehbare Torwandscheibe
    Den ersten Platz belegte der SC Husen-Kurl 1919/28 e.V. aus Dortmund. Die Spieler des Vereins haben eine Torwand entworfen, die mit der klassischen Form kaum noch etwas zu tun hat. Es handelt sich um eine Torwandscheibe mit drei Löchern. Da diese sich zudem kontinuierlich dreht, verspricht sie neue Herausforderungen beim Training. Der Entwurf ist konstruktiv durchdacht bis hin zu motorischem Antrieb und Angabe einer Drehgeschwindigkeit von einer Umdrehung pro Minute.

    Platz 2: Eine Wand – viele Bälle
    Auf dem zweiten Rang landete der Entwurf der 8. Klasse der Albert-Schweitzer-Hauptschule in Nachrodt-Wiblingswerde. Die Torwand ziert die Flagge Brasiliens – Gastgeberland der Fußball-WM im Jahr 2014. Sie bleibt aber nicht auf die Verwendung von Fußbällen beschränkt. Ob Golf-, Tennis- oder Handball: Durch unterschiedlich große Löcher kann hier auch das zielgenaue Treffen mit anderen Bällen trainiert werden. Sogar eine rechteckige Öffnung für eine Frisbee-Scheibe ist vorhanden.

    Platz 3: Stolz auf den eigenen Verein
    Der drittplatzierte Entwurf kommt der klassischen Torwand am nächsten. Jedoch ist sie in der optischen Gestaltung geprägt vom Stolz auf den eigenen Verein - verbunden mit einer klaren Graffiti-Gestaltung. Die Fußballjugendabteilung des SV Millingen aus Rheine hat sich mit allen Mannschaften der F- bis zu den B-Junioren an ihrem Wettbewerbsbeitrag beteiligt.

    Sonderpreise für Originalität, Ideenreichtum und Gestaltung
    Neben den drei Siegern belohnte der Fachverband Tischler NRW drei wei-tere Entwürfe mit Sonderpreisen. Die F-I-Junioren der JSG Löhne erhielten den Sonderpreis für Originalität. Ihre Torwand „Monsterschießen“ verbindet Geschicklichkeit mit spannender Kirmesatmosphäre. Der Sonderpreis für Ideenreichtum ging an Anna Woltering aus Wettringen. Die Zwölfjährige hat sich als Einzelperson am Wettbewerb beteiligt und insgesamt vier unterschiedliche Entwürfe eingereicht. Den Sonderpreis für Gestaltung vergab Tischler NRW an eine Gruppe von Kindern der offenen Ganztagsbetreuung in der Grundschule an der Johannesschule Eschendorf in Rheine. Die Erst- bis Viertklässler haben sich mit sehr farbenfrohen Entwürfen an dem Wett-bewerb beteiligt.

    Sportliche Nachwuchsgewinnung für das Tischlerhandwerk
    „Kreativität, Engagement, Teamgeist – all das sind Eigenschaften, die nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in der Tischlerwerkstatt zum Erfolg führen“, sagt Dieter Roxlau, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Tischler NRW. Zusammen mit den Fußballverbänden Niederrhein und Mittelrhein sowie mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hat Tischler NRW Ende 2012 die Jugendlichen in NRW deshalb zum großen Torwand-Wettbewerb aufgerufen. Der Fantasie waren bei den Entwürfen fast keine Grenzen gesetzt. „Eine wichtige Bedingung war jedoch, dass sich die Torwand später tatsächlich in einer Tischlerwerkstatt nachbauen lässt“, so Roxlau.

    Fachkräfte von morgen sichern
    In den nächsten Jahren wird die Zahl der Schulabgänger deutlich zurückgehen. „Dadurch wird die Suche nach geeigneten Nachwuchskräften immer schwieriger“, sagt Dieter Roxlau. Tatsächlich werden bis 2020 in NRW insgesamt 13,8 Prozent weniger Jugendliche die Schulen verlassen. Überdurchschnittlich stark wird der Rückgang bei den beiden Schulformen sein, die für das Tischlerhandwerk besonders relevant sind: Bei den Realschülern beträgt er 14,6 Prozent, bei den Hauptschülern sogar 30,3 Prozent. Dieter Roxlau: „Hier gilt es für uns, rechtzeitig entgegenzusteuern, um die Fachkräfte von morgen zu sichern.“

    22.05.2013 16:18 Alter: 7 Jahre