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    Fachverband Tischler NRW lud am 4. und 5. September zum großen Branchentreffen in den Bochumer RuhrCongress ein – erstmals mit speziellem Programm für Azubis

     

    Zwei Tage lang bildete Bochum den Mittelpunkt für das nordrhein-westfälische Tischlerhandwerk. Bereits zum dritten Mal lud der Fachverband Tischler NRW am 4. und 5. September 2015 zum großen Branchentreffen in den Bochumer RuhrCongress ein. Neben den Betriebsinhabern kamen diesmal auch Mitarbeiter und Azubis besonders auf ihre Kosten. Mit einem Gestaltungs- und einem Karriereforum sowie Workshops und einem besonderen Rahmenprogramm warteten speziell auf diese beiden Zielgruppen zugeschnittene Höhepunkte.

     

    „Die berufliche Weiterbildung spielt in vielen Betrieben eine große Rolle und wird in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen“, sagt Dieter Roxlau, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Tischler NRW. „Wir haben daher unser Programm deutlich erweitert und auf die gesamte Belegschaft in den Betrieben ausgerichtet.“ Mit über 940 Teilnehmern – darunter rund 400 Auszubildende – zählte der Treffpunkt in diesem Jahr einen absoluten Besucherrekord.

     

    Eine Frage der Entscheidung

    Zum Auftakt widmete sich am Freitag der renommierte Psychologe Prof. Gerd Gigerenzer in seinem Impulsvortrag dem Thema „Risiko – wie man die richtigen Entscheidungen trifft“. Manager, amerikanische Bundesrichter und deutsche Ärzte haben an seinen Weiterbildungen in der Kunst des Entscheidens und im Umgang mit Risiken und Unsicherheiten teilgenommen. Beim Treffpunkt Tischler gab Prof. Gigerenzer wertvolle Hinweise und Anregungen zur Entscheidungsfindung in kniffeligen Situationen.

     

    Marktplatz und Sonderschauen

    Den Mittelpunkt des Treffpunktes bildete erneut der Marktplatz im Großen Saal. Dort präsentierten sich auf rund 3.000 Quadratmetern über 50 Zulieferunternehmen – von Maschinen- und Werkzeugherstellern über Holzhändler bis hin zu EDV-Spezialisten. In speziellen Themen-Treffs stellten einige von ihnen zusätzlich anhand von Kurzvorträgen ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen vor. Drei Sonderschauen boten den Teilnehmern zudem vertiefende Einblicke in unterschiedliche Themen: „Fit im Betrieb“ widmete sich unter anderem den Bereichen Rückengesundheit und Hautschutz. Die Sonderschau „Montagehilfen und Ladungssicherung“ stellte Transport- und Tragehilfen vor und gab Tipps für mehr Ordnung im Fahrzeug. In der „MarketingWerkstatt“ zeigte der Fachverband Tischler NRW aktuelle Initiativen und Maßnahmen für eine gelungene Außendarstellung der Betriebe.

     

    Gestaltungs- und Karriereforum

    Wie sehen gelungene Gesellenstücke aus? Kann Design benotet werden? Im Gestaltungsforum erhielten die Auszubildenden wertvolle Hinweise für die Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung. „Kreative Ideen, gelungenes Design und die entsprechende handwerkliche Umsetzung bilden einen elementaren Bestandteil unseres Berufes“, sagt Rainer Söntgerath, Vorsitzender des Fachverbandes. „Es ist wichtig, sich diesem Thema bereits in der Ausbildung intensiv zu widmen.“ Das Karriereforum am Samstag zeigte dann die beruflichen Chancen und Wege nach der Gesellenprüfung auf. Zwischendurch hieß es für die Auszubildenden am Freitagabend „FeierAbend“ – in der „Born2BTischler-Disco“ im Bochumer „riff“.

     

    Kompakte Information – 16 Workshops

    Einen weiteren Schwerpunkt des Treffpunktes bildeten die Workshops. Von der Optimierung der Werkstatt über die Zähmung von Zeitfressern bis hin zur LED-Technik und 3D-Visualisierung: Insgesamt 16 unterschiedliche Themen wurden an den beiden Tagen aufbereitet, präsentiert und diskutiert. „Die kompakten Informationen in den Workshops haben einen hohen Nutzwert sowohl für Betriebsinhaber als auch für Mitarbeiter“, sagt Wolf-gang Hoffmann, Obermeister der Tischlerinnung Bochum. „Jeder der den Treffpunkt besucht, nimmt Anregungen und Ideen für das eigene Unternehmen und die tägliche Arbeit mit – und durch die Ausweitung des Programms profitieren auch die Auszubildenden von dem Branchentreffen.“

     

    Alfred-Jacobi-Preis für innovative Betriebe

    Der Treffpunkt Tischler 2015 schloss am Samstagnachmittag mit der Verleihung des Alfred-Jacobi-Preises, dem Innovationspreis des nordrhein-westfälischen Tischlerhandwerks. In diesem Jahr wurden Betriebe ausge-zeichnet, die mit kreativen Ideen in den Bereichen „Über den Tag hinaus“ (Unternehmensstrategie) und „Die Mannschaft von morgen“ (Personalmanagement) punkten konnten. Aus knapp 30 Bewerbungen wurden in beiden Kategorien jeweils drei Sieger gekürt. Der Erstplatzierte erhielt ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierte wurden jeweils mit 2.000 bzw. 1.000 Euro belohnt. „Das Tischlerhandwerk steckt voller kreativer, individueller und innovativer Ideen – das beweisen die Beiträge zum Alfred-Jacobi-Preis immer wieder“, sagt Dieter Roxlau, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Tischler NRW. „Mit dem Wettbewerb möchten wir diese Ideen fördern und belohnen – und auch zeigen, dass innovative Unternehmensführung im Tischlerhandwerk vor allem auch für kleine Betriebe erreichbar ist. Die Siegerbeiträge aus den vergangenen Jahren haben Vorbildcharakter und haben zahlreiche Betriebe veranlasst, eigene Ideen für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu entwickeln.“

     

    Der Innovationspreis für das nordrhein-westfälische Tischlerhandwerk wur-de nach dem Bochumer Tischlermeister Alfred Jacobi benannt, der im Sommer 2010 nach schwerer Krankheit überraschend verstorben ist. Als Obermeister der Tischlerinnung Bochum, als Vorsitzender des Landesverbandes und nicht zuletzt als Präsident des Bundesverbandes hat Alfred Jacobi entscheidende Weichen für das Tischlerhandwerk gestellt.